bayerische Archäologie
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aktuelles Cover Aktuelle Ausgabe 2 / 2026   (hier zu bestellen)


VOTIVFIGUREN – ein fast vergessenes Brauchtum


Pferde und Rinder aus Eisen, Köpfe aus Ton, Kröten aus Wachs, Arme und Beine aus Holz – die einst zahlreichen Votivgaben finden sich heute nur noch selten in Kirchen und Kapellen.

Es ist ein beinahe vergessenes religiöses Brauchtum, aus einem Gelübde heraus (lat. ex voto) Gott oder Heiligen für Heilung von Krankheit oder Schutz der Tiere Votivfiguren darzubringen.

Einst gab es Wallfahrtskirchen voller Eisenfiguren, von Wachsbildern oder Holzkrücken überquellend.
Bis in einer weniger wundergläubigen Zeit vieles davon weggeworfen, eingeschmolzen oder verbrannt wurde. Die geretteten Objekte liegen in den Votivsammlungen der Museen. Zuweilen tauchen an Kirchen versteckte Votivdepots wieder auf, die archäologisch untersucht werden.

Votivfiguren-Kulte sind indes keine christliche Erfindung, sie begegnen in ähnlicher Form bereits in vorchristlicher Zeit.









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