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Aktuelle Ausgabe 2 / 2016


Eisen
Vom Erzabbau zur Schmiede in der Vor- und Frühgeschichte



Die Herstellung von Eisen mit der Umwandlung von Eisenerz in schmiedbares Metall ist ein Prozess, der in Kleinasien bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. entdeckt wurde und in Bayern im 8. Jh. v. Chr. ein neues Zeitalter, die sogenannte Eisenzeit, einläutete.

Man war nun für die Produktion von Werkzeug, Schmuck und Waffen nicht mehr auf Bronze angewiesen, deren Bestandteile Kupfer und Zinn selten waren und deshalb in Bayern importiert werden mussten.

Eisenerz hingegen steht vielerorts in den Mittelgebirgen an.

Schon bald entwickelte sich eine regelrechte Eisenindustrie, deren Spuren noch heute zu sehen sind:
Große Schürfgrubenfelder in den Wäldern mit Tausenden Gruben, die von der Suche nach Eisenerz zeugen;
die Reste von Verhüttungsöfen, in denen das Erz zu schmiedbarem Eisen gewandelt wurde;
und Schmiedeessen, wo die Schmiede ihrem Handwerk nachgingen.

Das Hantieren der Schmiede mit dem glühenden Element wurde in vielen Kulturen als unheimliche Tätigkeit empfunden, weshalb die Schmiede im Alltag wie in der Mythologie eine Sonderstellung einnahmen.

Wie die vor- und frühgeschichtliche Eisenproduktion vom Erzabbau bis zur Schmiede genau funktionierte, ist Gegenstand neuer Forschungen, die Licht in eines der faszinierendsten Kapitel der Kulturgeschichte bringen.


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